new filmkritik


Samstag, März 05, 2005
Assault on Precinct 13

Anfang der Neunziger hatte eine Freundin zu einer "Trümmerparty" eingeladen. Ihre Familie, die einzig verbliebenen Mieter, zog aus dem Haus aus, das abgerissen werden sollte. Türen wurden rausgerissen, ein Kreissägeblatt fand eine hohl klingende Wand, schnell war ein übertapezierter Durchgang freigelegt. Ich erinnere mich vor allem an den Lärm, den die Zerstörung verursachte. Wenn Carpenters verwaistes Polizeirevier belagert und mit Schalldämpfern beschossen wird, stehen die Unsichtbarkeit der Angreifer und die Lautlosigkeit des Tötens im Vordergrund. Sie schleichen wie Indianer, sie werden schweigend erschossen wie Zombies, dazu Carpenters Elektronik-Herzschlag. Das Remake wird zu dieser konzentrierten Stille sicher nicht den Mut haben.

Assault on Precinct 13
USA 1976
Regie: John Carpenter